Ubble Kalkulator berechnet das biologische Alter

06. Juni 2015 - Medizin und Gesundheit

Lebenszeit-Berechner gibt es ja schon viele im Internet. Der Schwedische Wissenschaftler Erik Ingelsson hat eine neue Methode entwickelt und will mit seinem Kalkulator das von ihm erfundene "Ubble-Alter"ermitteln.

Er führt ein paar neue Parameter in die Berechnung ein. Damit soll Aufschluss über das biologische Alter gegeben und damit die Frage beantwortet werden: "Wie alt bin ich aufgrund meines persönlichen Lebenstils wirklich?"

Für viele ist die Erkenntnis ja nicht neu: Lebensjahre sind nur Schall und Rauch. Wichtig ist, wie alt man sich durch seine Lebensführung fühlt. :-) Aber Vorsicht, nicht auszuschließen ist, dass das Ubble-Alter auch vom gefühlten Alter abweicht.

Wer es trotzdem ausprobieren will, hier gehts direkt zum Kalkulator.

Was meinen Sie: Nur Spielerei oder ist etwas Wahres dran?

Immerhin, auch das Deutsche Ärzteblatt befasst sich ernsthaft mit dem Ubble-Kalkulator.

 

 


Nahverkehr

27. Mai 2015 - Verkehr und Logistik

Eine tolle Sache, um sich die Zeit zu vertreiben, ist der „Transit Visualization Client“ (TVC) von der Uni Freiburg - er zeigt weltweit in Echtzeit die Bewegung von Bussen und Bahnen an:

Jetzt startet ein ICE und fährt vom Hamburger Hauptbahnhof gen Süden in Richtung Harburg; zugleich begegnen sich zwei S-Bahnen zwischen Berliner Tor und Rothenburgsort und ein Bus fährt durch die Uhlenhorst. Viel aufregender als Märklin – und zudem auch noch kostenlos! Einfach toll! Den TVC fand ich eben im „Checkpoint“ des Berliner Tagesspiegels.

Übrigens eine informative und trotzdem unterhaltsame Zeitung. Gleich mal ausprobieren – die Zeitung UND den TVC!


Steuernachzahlungen

05. Mai 2015 - Recht und Steuern

Heute titelt das Handelsblatt: „Karma rächt sich an George Soros“ und beschreibt, warum dem promovierten Schüler ungarischer Herkunft von Sir Karl Popper, Vorsitzender der Open Society Foundation, Zerstörer des Mythos der Bank of England und umtriebigen Aktivisten Steuernachzahlungen von rund 7 Milliarden US-$ ins Haus stehen. Anscheinend begründet die US-amerikanische Steuerbehörde ihre Forderungen damit, dass er Gewinne aus seinen Fonds nicht re-investierte. Soros entnahm die Erträge – und spendete einen erheblichen Teil an wohltätige Organisationen. Offenbar hat er dabei das Finanzamt nicht gleich mitbedacht. Schade eigentlich – aber die geforderte Summe macht maximal ein Drittel, wahrscheinlich nur ein Zehntel seines Vermögens aus. Er wird es verkraften.  

Auch hierzulande sind die Gewinne thesaurierender Investments zu versteuern. Vergessen wir also nicht, unsere Kunden im Rahmen der Anlageberatung gleich darauf hinzuweisen – auch wenn es da um ein paar Nullen weniger an Steuern gehen dürfte…   


Jubiläum Allianz

04. Mai 2015 - Finanzplanung, Haftung und Haftpflicht

112 Mrd Euro Zahlungen in 2014

Die Allianz feiert in diesem Jahr ihr 125. Jubiläum. Inzwischen der größte Versicherungskonzern in Europa, firmiert sie als S.E. (= Societas Europaea“). Viermal im Jahr erhalten wir Makler die Hauszeitschrift der Allianz. Heute schreibt die Gesellschaft, welche Summen sie im vergangenen Jahr allein im Bereich der Lebensversicherung ausgezahlt hat. Da bin ich platt:

Mehr als 11.200.000.000 € (= 11,2 Milliarden) gingen im Jahr 2014 an ihre Kunden. Und da sage einer, Lebensversicherungen seien unsicher …

Wie gut, dass meine Kunden mit Versicherungen optimal versorgt sind – oder sollte ich nochmal nachtelefonieren? 


Urlaub

30. April 2015 - Haftung und Haftpflicht

Eine Familie mit Kindern reist in den Sommerferien nach Frankreich. Man hat dort ein Ferienhaus gebucht und tausend €uro Kaution im Voraus bezahlt. So wollte es die Madame. Schönes Haus, mit Pool und Garten. Im Garten kann man Federball spielen, und wenn die Kinder keine Lust mehr haben, lassen sie die Schläger im Gras liegen oder werfen sie in die Luft – und machen etwas anderes. Fällt der Schläger in den Pool, wird irgendjemand ihn schon wieder herausholen… Die Rettung des Federballschlägers aus den Tiefen des Pools geschieht dann auch, aber erst nach zwei Tagen. Da ist schon ein Korrosionsabdruck vom metallenen Schläger auf dem Boden des Schwimmbeckens zu sehen. Aha! Schnell der Madame Bescheid gesagt: „Tut uns leid – ist das schlimm?“ Die Madame kennt keinen Spaß. Bei der Abreise behält sie die Kaution ein und lässt den Schwimmbadreiniger kommen. Sein erster Kostenvoranschlag für das „Entfernen der Rostflecken“: knapp 120 €uro.

Das ist der Madame zu billig. Sie fordert einen zweiten Kostenvoranschlag – für die komplette Neuauskleidung des Pools. Die kostet 4.475 €uro, und wenn man das Ganze antibakteriell beschichten lässt, kostet’s nochmal 900 €uro extra. Diese Summe fordert sie von unseren Urlaubern.

Müssen die Urlauber jetzt mehr als fünftausend €uro zahlen – wegen eines ins Schwimmbad gefallenen Federballschlägers?

Die Familie hat mir den Schaden noch aus Frankreich gemeldet. Wir informieren sofort die Haftpflichtversicherung – aber nichts geschieht. Erst nach zahlreichen Erinnerungen kommt die Nachricht: „Wir sprechen kein Französisch, aber wir lassen die DEKRA in Frankreich den Schaden überprüfen…!“

Na prima, denke ich. Nach wiederum mehreren Erinnerungen – seit dem Schaden ist ein dreiviertel Jahr vergangen und die Familie hat nach wie vor ihre Kaution nicht zurück - erhalten wir die Nachricht: „Der Sachverständige war vor Ort; wir zahlen der Madame jetzt 2.287,50 €uro aus.“ Donnerwetter – wie großzügig! Aber wieso?

Der in der Haftpflichtschadenabteilung der Versicherungsgesellschaft zuständige Kollege weiß nicht, ob er uns das Gutachten schicken darf, zumal man es nicht lesen könne.  -  So? Wieso zahlt man denn dann Geld aus?  -  Er möge doch eine (besser) lesbare Zweitschrift beim Gutachter anfordern!  -  Nein, das sei nicht das Problem: Es sei auf französisch abgefasst!  -  Ich verkneife mir ein Lachen, bitte um den angeblich unleserlichen Text und bekomme ihn tatsächlich nach wenigen Minuten per Fax. Und – was steht drin?

1.    Das Schwimmbad war ursprünglich für knapp zwanzigtausend Francs gebaut worden – umgerechnet rund dreieinhalbtausend €uro. Nach vielen Jahren im Betrieb taxiert der Sachverständige den Zeitwert auf noch gut ein Drittel davon: etwas mehr als dreizehnhundert €uro.

2.    Die Madame entgegnet, sie überlasse das Schwimmbad regelmäßig ihren Feriengästen; dazu sei es bisher uneingeschränkt nutzbar gewesen. Nun sei es aber überhaupt nicht mehr zu gebrauchen, ganz und gar nicht. Deshalb wolle sie die volle Summe; rund viereinhalbtausend €uro.

3.    Ob der Abdruck des Federballschlägers auf dem Boden des Poolbeckens die Feriengäste auch nur im Geringsten stört, bleibt unbewiesen. Weder sind Feriengäste da, die man fragen könnte, noch prüft der Gutachter, ob Feriengäste ihre Rechnungen seit der unglücklichen „Pool-Markierung“ wegen „Unbenutzbarkeit“ gemindert haben. Kurzerhand empfiehlt er der deutschen Versicherungsgesellschaft, die Hälfte der geforderten Summe auszuzahlen, um mit Madame eine einvernehmliche Regelung („une issue amiable“) zu erreichen.

Da muss ich nun wirklich staunen: Wäre der Fall in Deutschland passiert, hätte die Versicherung wie folgt gerechnet:

a)    Sie hätte den Zeitwert angesetzt – nicht den Neuwert; hier also nur rund 1.300 €.

b)    Dann hätte sie den Grad der Beeinträchtigung durch den Abdruck des Schlägers geprüft und – ohne weitere Nachweise - wahrscheinlich eine Quote von maximal 10 – 20 % ermittelt. Eine deutsche Vermieterin hätte also nur 130 – 260 €uro zu erwarten – und keine 2.287,50 €uro wie Madame aus Frankreich.

c)    Hoffnungen auf eine „einvernehmliche Regelung“ in einer Größenordnung wie hier braucht sich in Deutschland niemand zu machen!

Was lehrt uns das?  -  Schluss mit Egalité und Fraternité – es heißt stattdessen jetzt:   Vive la France – vive l’Europe!   


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