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Sind die Deutschen Angstsparer?

20. November 2016 - Finanzplanung

Die Deutschen sind konservative Geldanleger. So zumindest haben es verschiedene Studien analysiert. Für 51% der Deutschen sind Sparbücher noch immer das bevorzugte Anlageobjekt, auch wenn mit den Zinsen (0,5% bis 1,5%) nur kaum die Inflation ausgeglichen werden kann. Trotzdem scheine viele deutsche Anleger davor zurückzuschrecken, in andere Anlagearten zu investieren, die zwar risikoreicher sind aber eben auch potenziell gewinnbringender. Ein Grund mag das schlechte Image von Bankberatern sein. Da sich Viele selber nicht zutrauen, das für sie richtige und gewinnbringende Finanzprodukt auszuwählen, dem Rat von Fachleuten aber misstrauen, legen sie ihr Geld lieber gar nicht an.

Erstaunlicherweise wird nämlich inzwischen in Konsequenz oftmals gar nicht mehr angelegt. Nur noch zwei Drittel der Deutschen sparen überhaupt noch und warten vermutlich auf ein Ende der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Dieses ist aber in den nächsten Jahren kaum zu erwarten.

Viele Experten bemängeln, dass die fehlende Finanzbildung in Deutschland diese Entwicklungen verursacht hat und fordern, dass Finanzthemen einen deutlich größeren Platz in der Schulbildung bekommen müssen. Das vermehrte Fachwissen könnte so zu mehr Selbstbewusstsein und Anlagebereitschaft führen.

Siehe hierzu auch einen Beitrag auf xing.de


Nachhaltige Geldanlage in Wasseraufbereitung

02. November 2016 - Finanzplanung

Die Sicherstellung der Wasserversorgung ist für viele Länder ein drängendes Problem, das auch bei uns in den Medien präsent geworden ist. Dabei ist noch nicht ins Bewusstsein gedrungen, dass der Wassermarkt auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist.

Nicht nur die Wassergewinnung und -bereitstellung in den Entwicklungsländern ist für Investitionen lukrativ. Auch in den Industriestaaten gibt es erhebliche Mängel in der Wasser-Infrastruktur. So geht beim Transport bis zu einem Fünftel des Wassers in den Leitungen durch Lecks verloren, formuliert ein Branchen-Insider.

Branchenkenner sehen eine stabilere Entwicklung des Wassermarktes als in der Gesamtwirtschaft. Bereits in den letzten Jahren kam es zu deutlich höheren Erträgen von bis sechs Prozent jährlich.

Gerade für Anleger, die auf ein nachhaltiges Investment Wert legen, ist ein „Wasserfonds“ ideal. Entsprechende Themen-Investmentfonds berücksichtigen auch Umweltaspekte und verantwortliche Unternehmensführung.

Allerdings ist von einem vorschnellen Investment abzuraten. Der Markt ist noch unübersichtlich und nicht alle Produkte werden in den nächsten Jahren auf dem Markt Bestand haben. So sind in den derzeit verfügbaren Investmentfonds vor allem Unternehmen aus den USA vertreten. Der europäische Markt wird dagegen noch weit weniger berücksichtigt.

Siehe dazu: Handelsblatt-Artikel vom 04.09.2016


Start-up-Projekt will Klettern ohne Sicherungspartner möglich machen

20. September 2016 - Finanzplanung

Sportklettern ohne Sicherungspartner? Bisher ist das ein Ding der Unmöglichkeit. So manch ein Freizeitkletterer wird beim Ausüben seines Hobbys gebremst, weil gerade kein Partner verfügbar war.

Zwei findige Gründer haben nun eine Lösung gefunden. Epic heißt das elektronische Sicherungssystem, das durch eine vollautomatische Sicherung den Kletterer schützen soll. Mit Hilfe eines patentierten Systems wird bei einem Sturz eine Seilbremse aktiviert. Die Entwickler sind sich sicher, dass Anwender damit bei einem Sturz zuverlässig abgefangen werden können.

Natürlich soll das Gerät aber auch in der industriellen Anwendung Abnehmer finden. Monteure für Strommasten, Windräder und Fassadenarbeiter sind als erste Kunden eingeplant. Unternehmen können so Personalkosten einsparen und ihre Mitarbeiter alleine zu einem Einsatz schicken.

Finanziert wurde das Start-up durch die Investitionen von rund 150 Kleinanlegern. Es winkt eine garantierte Verzinsung von 4,5%. Für den industriellen Einsatz ist das Gerät bereits auf dem Markt, Kosten 6000€. Geräte für Kletterhallen sollen 2017 folgen und deutlich günstiger ausfallen.

 

Hier ein Artikel im Handelsblatt


Staatliche Förderung der Altersvorsorge

16. Mai 2016 - Finanzplanung

Lange Zeit waren die Deutschen ein Volk der Sparer. In den letzten Jahren haben allerdings immer weniger Deutsche einen privaten Rentenvertrag abgeschlossen. Wie Umfragen belegen, sind vor allem die niedrigen Zinsen eine Ursache dafür. Auch staatliche Förderungen, wie bei Riester-, Rürup und baV-Verträgen, können die Skepsis vieler Menschen an privater Vorsorge nicht beseitigen.

Tatsächlich profitieren nicht wenige Riester-Sparer kaum oder gar nicht von der staatlichen Förderung. 2011 erhielten von 15,3 Mio. Riester-Verträgen nur 11,4 Mio. staatliche Zulagen. Ein Viertel aller Verträge blieb aber ohne Förderung, weil die Mindestbeiträge nicht eingezahlt wurden oder der Vertrag ruht.

Auch wenn die Rentabilität von Riester-Verträgen bezweifelt wird: Die Förderung gibt es gratis – also kann man nicht früh genug anfangen! Wer die Regeln beachtet, für den lohnt es sich auch bei Niedrigzinsen zu „riestern“.

dazu ein Artikel im Handelsblatt
Siehe auch: €uro 11/15, Seite 58, Artikel „Verschenkte Milliarden“


Kann die kapitalistische Wirtschaftsordnung eigentlich gerecht sein?

30. April 2016 - Finanzplanung

Handelsblatt-Gespräch mit Prof. Julian Nida-Rümelin

Viele Kapitalismuskritiker sind der Überzeugung, dass die freie oder soziale Marktwirtschaft egoistische Instinkte der Menschen anspricht. Sie bezweifeln, dass unsere Wirtschaftsordnung jemals Grundlage für eine humane und soziale Gesellschaft sein kann. Stimmt das?

Der frühere Kultur-Staatsminister im Bundeskanzleramt versucht in seinem Buch „Die Optimierungsfalle. Philosophie einer humanen Ökonomie“ eine Antwort zu finden.

Er legt Wert darauf, dass Marktwirtschaft nur erfolgreich funktionieren kann, wenn sich alle Beteiligten auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Ihren Wirtschaftspartnern verlassen können. Das Verhältnis von Eigennutz und vertrauensvoller Zusammenarbeit bringt er auf die Formel „Keine Konkurrenz ohne Kooperation“. Dafür müssten ökonomische Märkte kulturell und ethisch in die Gesellschaft eingebettet sein. Sei dies nicht gewährleistet, würden Märkte dysfunktional.

Unternehmen fahren daher gut damit, ihren Mitarbeitern Urteilsvermögen über ihren jeweiligen Aufgabenbereich zuzugestehen, die auf moralischen Werten basiert.

Bedroht sei eine humane Wirtschaftsordnung allerdings von der globalen Finanzwirtschaft und Teilen der Internet-Ökonomie. Zudem sei die Wirtschaftsethik in Deutschland höher entwickelt als in den USA, wo „business ethics“ vorwiegend am Shareholder Value orientiert seien.

Download des Handelsblatt-Journals  vom April 2016. Der Artikel befindet sich auf den Seiten 3 und 4


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