IT-Sicherheitsbericht sieht besondere Bedrohung für Krankenhäuser durch Cyberattacken

15. November 2016 - Klinikbetrieb, Praxisführung

In seinem aktuellen Bericht „Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2016“ warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor der Gefahr von Cyber-Attacken.

Krankenhäuser sind demnach besonders bedroht. Sie werden zu den „kritischen Dienstleistungen“ gerechnet, da „Störungen leicht zu Beeinträchtigungen oder Ausfall der Versorgungsdienstleistungen führen können“. In der Vergangenheit gab es bereits Fälle, bei denen Krankenhäuser nach einem Cyber-Angriff ihr IT-Netzwerk herunterfahren und offline weiter arbeiten mussten. Bei einem ist sogar bekannt, dass eine Lösegeldforderung von den Hackern gestellt, um den Zugriff auf die Patientendaten zurückzuerlangen. Durch die Früherkennung des Angriffes und die Zusammenarbeit mit dem BSI konnten die Daten in diesem Fall aber wiederhergestellt werden. Gleichwohl beliefen sich die Kosten für die Analyse des Angriffes und die Widerherstellung des IT-Betriebes auf ca. 1 Million Euro.

In einer Stichprobenerhebung stellt das BSI fest, dass sich viele Krankenhäuser dieser Gefahr durchaus bewusst sind und bereits Gegenmaßnahmen ergriffen haben. Auch wenn der Ressourcenaufwand beträchtlich ist, wird allen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung dazu geraten, in aktuelle Abwehrmaßnahmen zu investieren.

Zum Bericht „Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2016“

Artikel im Ärzteblatt

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