Berufsständige Altersversorgung für Ärzte und andere Freiberufler

03. Dezember 2015 - Finanzplanung, Praxisführung

Wenn Angehörige eines freien Berufsstandes in einem Angestelltenverhältnis tätig sind, haben sie die Qual der Wahl zwischen zwei Alterssicherungssystemen.

Angestellten Kammerangehörigen stehen sowohl die gesetzliche Alterssicherung über die Deutsche Rente (die frühere BfA) als auch die der Versorgungswerke zu. Ihnen steht aber die Möglichkeit offen, sich als Angehörige eines freien Berufs von der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht befreien zu lassen.

Dabei ist zu beachten, dass die Versorgungswerke eine andere Finanzierungssystematik verwenden, als es bei privaten Lebensversicherungen üblich ist. Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass keine Äquivalenz zwischen Beitrag und Leistung für den individuellen Versicherten besteht. Stattdessen wird die Gesamtheit der Beiträge der Gesamtheit der Leistungen gegenübergestellt.

Angestellte unterliegen der kompletten staatlichen Versicherungspflicht. Nur bei der Rentenversicherung greift die erwähnte Befreiungsregelung. Selbständige unterliegen dagegen keiner zusätzlichen Versicherungspflicht durch die gesetzliche Rente: Alle Absicherungen, die das Versorgungswerk nicht leistet, müssen sie zusätzlich durch private Versicherungsverträge abschließen.

Wer bei den unterschiedlichen Vorsorgearten nicht aufpasst, verschenkt allerdings bares Geld: Dazu erschien im Ärzteblatt schon vor Jahren ein hervorragend recherchierter Artikel, der die Folgen einer Fehlsteuerung der Versorgungsbeiträge deutlich machte. Seither hat sich wenig geändert. Noch immer informieren sich viele Ärzte nicht rechtzeitig.

Artikel von Jürgen Möhring vom Dezember 2010
Siehe hierzu auch: AssCompact, Dezember 2015, S. 44f.

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